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Brustkrebs

Dr. Ulrich Placzek

Im Juni 2020 ist ein neuer kritischer Beitrag zum Brustkrebs-Screening im Romeon Verlag erschienen. Der Autor setzt sich kritisch mit dem Mammographiescreening auseinander und weist Wege in eine risikoadaptierte Vorsorge.  Die Behandlungsleitlinien halten sich, wenn auch nicht verbindlich, weil sie eben keine Richtlinien sind, an ein Modell der Tumorentstehung und Tumorentdeckung, die die Wissenschaft schon hinter sich  gelassen hat. Die Lektüre bietet außerdem Einblicke in die politischen Entscheidungswege. Ein mehrere  Milliarden Euro schweres Programm hält sich auch, weil es zu viele Aktanten gibt, die davon leben.
Ein sehr lesenswertes Buch.  ISBN 978-3-96229-171-6

Gebrauchsinformation Levosert

Levosert 20 Mikrogramm/24 Stunden intrauterines Wirkstofffreisetzungssystem, Zulassung 30.3.2015, letzte Änderung 25.6.2019
Gebrauchsinformation des Herstellers Gedeon Richter:

Was ist es und wofür wird es verwendet?

Levosert ist ein intrauterines Wirkstofffreisetzungssystem (IUS), das in die Gebärmutter (Uterus) eingesetzt wird, wo es langsam das Hormon Levonorgestrel freisetzt.

Es wird angewendet zur:

Kontrazeption (Schwangerschaftsverhütung)

Levosert ist eine wirksame, lang anhaltende und reversible Methode zur Schwangerschaftsverhütung. Levosert verhindert eine Schwangerschaft, indem es zu einer Verdünnung der Gebärmutterschleimhaut (Uterus) führt, indem es den Schleim im Gebärmutterhals verdickt, sodass die Spermien nicht in die Gebärmutter eindringen können, um die Eizelle zu befruchten und indem es bei manchen Frauen den Eisprung (Ovulation) verhindert. Die Gegenwart des T-förmigen Körpers führt außerdem zu lokalen Wirkungen an der Gebärmutterschleimhaut.

Behandlung von Hypermenorrhö (sehr starker Monatsblutung)

Levosert eignet sich auch zur Verringerung der Menstruationsstärke, sodass es angewendet werden kann, wenn Sie unter einer überstarken und langen Menstruation (Monatsblutung) leiden. Dies wird als Hypermenorrhö bezeichnet. Das in Levosert enthaltene Hormon sorgt für eine Verdünnung der Gebärmutterschleimhaut, sodass die Blutungsmenge jeden Monat geringer ausfällt.

Levosert wird über einen Zeitraum von 5 Jahren oder bis zu seiner Entfernung angewendet zur Schwangerschaftsverhütung und zur Behandlung starker Monatsblutungen.

Kinder und Jugendliche

Levosert ist nicht zur Anwendung vor der ersten Monatsblutung (Menarche) bestimmt.

Jenapharm bringt Kyleena

Berlin - Eigentlich wollte Bayer das Intrauterinsystem Kyleena zum Jahresbeginn auf den Markt bringen. Nun kündigt Jenapharm die Markteinführung für Mai an.

Kyleena (Levonorgstrel, LNG) hat vor wenigen Tagen die Zulassung für den deutschen Markt erhalten und soll ab Mitte Mai den Frauen zur Kontrazeption zur Verfügung stehen. Die neue Spirale nutzt den kleinsten heute verfügbaren T-förmigen Kunststoffkörper von 28 x 30 mm und enthält 19,5 mg LNG. Der kontrazeptive Effekt hält nach Herstellerangaben bis zu fünf Jahre und hat einen Pearl-Index von 0,29.

Damit ist Kyleena zwischen Mirena und Jaydess, den beiden bereits verfügbaren Hormonspiralen, angesiedelt. Mirena ist seit 1990 auf dem Markt und enthält 52 mg LNG. Das Präparat wird aber nicht nur eingesetzt zur Kontrazeption, sondern auch bei Hypermenorrhoe, also starken Menstruationsblutungen. Seit der Markteinführung wurden in mittlerweile 131 Ländern rund 35 Millionen Packungen verkauft. Jaydess enthält 13,5 mg LNG. Kyleena ist so groß wie Jaydess und bietet über den gleichen Zeitraum Schutz wie Mirena.

Laut Hersteller stellt das neue Produkt den Frauen im gebärfähigen Alter eine neue Wahlmöglichkeit zur Kontrazeption zur Verfügung, unabhängig davon, ob sie bereits schwanger waren oder nicht. Kyleena setzt durchschnittlich pro Tag 9 µg des Gelbkörperhormons in die Gebärmutter frei. Der normale weibliche Zyklus bleibt erhalten.

Quelle: 27. März 2017 Apotheke Adhoc

Neues Intrauterinsystem? Informationsblatt vom Berufsverband der Frauenärzte

Liebe Patientin,

in den vergangenen Tagen gab es vermehrt Pressemeldungen, in denen darüber berichtet wurde, dass Schwangere in gynäkologischen Praxen in Deutschland angeblich überversorgt werden. Aufgeführt wurden dabei Ultraschalluntersuchungen, die Untersuchung der Herzfrequenz des Kindes und der Wehen der Mutter durch eine Cardiotokografie (CTG) und bestimmte Bluttests.

Nicht erwähnt wurde leider, dass gerade wegen der herausragenden ärztlichen Schwangerenbetreuung die Sterblichkeit von Babys vor oder kurz nach der Geburt in den vergangenen Jahrzehnten auf ein Zehntel gesunken ist. Auch nicht erwähnt wurde, dass z. B. Bluttests, die eine Infektion mit Ringelröteln, Toxoplasmose oder eine Zytomegalie nachweisen können, von den Krankenkassen nicht übernommen werden. Nicht erwähnt wurde, dass wenige Krankenkassen jedoch als Werbemaßnahme bis zu 150 Euro gerade für solche Leistungen den Müttern direkt erstatten.

Als werdende Mutter wollen Sie eigentlich nichts von Sterblichkeit und Krankheiten hören. Weil Sie sich eine sorgenfreie Schwangerschaft wünschen, wollen Sie Ihr Kind sehen, und nehmen die ärztliche Schwangerenvorsorge wegen der guten und umfassenden Betreuung wahr. Sie schätzen die Sicherheit, die Ihnen die frauenärztliche Betreuung bietet.

Daher wird Ihre Frauenarztpraxis Sie in Ihrer Schwangerschaft natürlich auch in Zukunft vertrauensvoll begleiten, Ihnen Ängste nehmen und alles dafür tun, damit Sie und Ihr Wunschkind optimal versorgt sind. Wie bisher auch, müssen wir Sie darüber aufklären, welche Maßnahmen sinnvoll sind – auch wenn diese nicht in den aktuellen Mutterschaftsrichtlinien enthalten sind, wie z.B. das sogenannte Erst-Trimester-Screening zwischen der 12. Und 14. Schwangerschaftswoche, zusätzliche Ultraschalluntersuchungen, Herzfrequenz- und Wehenableitungen oder Laboruntersuchungen.

Sie bleiben aber zu jedem Zeitpunkt diejenige, die selbstbestimmt darüber entscheidet, was Ihre Ärzte für Sie tun, damit Sie diesen besonderen Lebensabschnitt mit Freude erleben.


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