Myome (Geschwulstentfernung)

Geschrieben von Dr. med. Dr. phil. Hans-Jürgen Bickmann am .

Myome sind gutartige Geschwülste der Gebärmuttermuskulatur. Sie können je nach ihrem Sitz Beschwerden bei der Monatsblutung, starke Blutungen, Zwischenblutungen, Unterbauchschmerzen, Kreuzschmerzen und Harndrang verursachen und spielen bei gehäuften Fehlgeburten und ungewollter Kinderlosigkeit eine Rolle. Sie kommen bei etwa 40 % aller Frauen im Alter von 40 Jahren vor und stellen häufig einen Nebenbefund ohne Krankheitswert dar. 


Noch vor einigen Jahren war die Diagnose von Gebärmuttermyomen ein Grund, die Gebärmutter operativ zu entfernen. Bei Frauen mit Kinderwunsch, nach mehreren Fehlgeburten, oder bei ungewollter Kinderlosigkeit verbietet sich jedoch eine solche Vorgehensweise. Hier besteht die Möglichkeit, nach medikamentöser Vorbehandlung die Myome per Bauchspiegelung auszuschälen und nach Zerkleinerung zu bergen. Die Wunde an der Gebärmutter wird endoskopisch vernäht. Auf diese Weise bleibt die Gebärmutter erhalten und eine Schwangerschaft ist noch möglich.

Die Operationen dauern je nach Situation 90 Minuten und länger. Je nach Sitz des Myoms muss bis zu einer Schwangerschaft eine Heilungsphase von bis zu einem Jahr abgewartet werden. Bei Frauen ohne Kinderwunsch und mit Beschwerden ist es eventuell sinnvoll, die Gebärmutter zu entfernen. Auch die Gebärmutterentfernung kann unter gewissen Voraussetzungen vollständig oder teilweise endoskopisch durchgeführt werden. Die nach der Operation benötigte Erholungsphase ist kürzer, die postoperativen Schmerzen durch die minimal-invasive Vorgehensweise geringer als bei den klassischen Operationsverfahren.

Myome, die dicht unter der Gebärmutteroberfläche liegen, können heute ziemlich gut per Laparoskopie entfernt werden.

Größere Myome sollten jedoch unter stationären Bedingungen operiert werden, weil in solchen Fällen gelegentlich ein Bauchschnitt und eine postoperative Intensivüberwachung notwendig wird.

Die Angst vor Krebs ist in diesem Zusammenhang unbegründet, da bösartige Veränderungen extrem selten sind.


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