3-Monats-Spritze

Geschrieben von Dr. med. Dr. phil. Hans-Jürgen Bickmann am .

Die 3-Monatsspritze enthält ein lang wirkendes Gelbkörperhormon (Medroxyprogeseronacetat oder Norethisteron), welches alle drei Monate in den grossen Gesässmuskel oder Oberarmmuskel injiziert werden muss. Während dieser Zeit kann sich die Frau auf eine sehr hohe Sicherheit (Pearl-Index 0,3 bis 1,4) verlassen. 
Das Gestagendepot (Depo Clinovir®, Noristerat®) verhindert den Eisprung, verändert den Schleim des Gebärmutterhalses und verändert die Schleimhaut der Gebärmutter. Viele Frauen klagen jedoch über Zwischen- und Schmierblutungen. Bei einer länger dauernden Anwendung setzt die Periodenblutung meist ganz aus.

Die Dreimonatsspritze wird häufig von Frauen benützt, welche auf keinen Fall schwanger werden möchten oder dürfen und es nicht schaffen, die Pille regelmäßig einzunehmen oder bei denen eine Kontraindikation zur Einnahme von Oestrogenen besteht.

Die Dreimonatsspritze darf nur Frauen mit einem stabilen Zyklus verabreicht werden. Nebst Blutungsstörungen ist als weiterer Nachteil der 3-Monatsspritze die relativ lange dauernde Herabsetzung der Fruchtbarkeit nach Absetzen der Injektionen zu erwähnen. So kann es bis zu zwei Jahren dauern, bis nach Absetzen der 3-Monatsspritze wieder regelmäßige Zyklen mit Eisprüngen auftreten.

Die Wirkung der Dreimonatsspritze ist eingeschränkt bei einer gleichzeitigen Einnahme von Johanniskraut und bei einer Anti-Epileptika-Therapie. 


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